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#1 34. Spieltag: Hamburger SV - SV Sandhausen von Hans74 22.06.2020 21:13

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Aus dem TM-Forum: 34. SPIELTAG DER 2. BUNDESLIGA: HAMBURGER SV - SV SANDHAUSEN...und das Beste kommt zum Schluss => Der Saisonrückblick

HSV FUSSBALL AG
GEGEN
SPORTVEREIN SANDHAUSEN 1916 E. V.

Spielzeit: Sonntag, den 28.06.2020 um 15:30 Uhr
Spielort: Das Volksparkstadion
-> HSV-Thread
Hardtwald-Hörfunk
Wetter: Egal

Moin Moin,

an diesem Spieltag heißt es Abschied nehmen („isch heul`glei“) - Abschied nehmen von der außergewöhnlichsten Spielzeit aller Zeiten und auch Abschied nehmen vom HSV? Noch einmal besteht die Gelegenheit für den SVS sich mit dem HSV zu messen und die geile Verbindung zwischen den Klubs zu intensivieren!

...und das Beste kommt zum Schluss => Der Saisonrückblick
Die turbulente Saison 2019/20 sollte nicht zu 1.916% so starten, wie im Eröffnungspost zum 1. Spieltag von @Galgenbuckel angedacht:
"Die 8. Saison startet nun in Kiel, dort sind die 3 Punkte unser Ziel!
Holen sollen diese Punkte unsere alten und neuen Helden und die Mannschaft soll sich in der 8. Saison anmelden.
Die Mannschaft soll nicht immer eine Halbserie verzocken, sondern mal eine komplette Runde alles rocken!"
Los ging es ganz weit weg mit einer außergewöhnlichen Anreise zur KSV nach Kiel, was User @Don_Jorge zu der Vermutung kommen ließ, diese Maßnahme würde der Mannschaft zu "mehr Zug zum Tor" verhelfen. Doch er sah sich getäuscht, die Herren erwischten einen Bummelzug, es reichte nur zu einem glücklichen 1:1-Remis.

Zum ersten Heimspiel im BWT-Stadion erschien der VfL Osnabrück. Lag es am schlechten Karma, dass der SVS sein Heimspiel unverdient mit 0:1 verlor? Zuvor wurde die neue Vereinshymne des (Ex-)SVS-Mitglieds Hans-Joachim Ruth "Gestern, heute und auch morgen - SVS für alle Zeit" vom Verein auf den Index gesetzt. Unser Spiel war ganz passabel, aber eine erbärmliche Chancenauswertung versaute uns alles. Stattdessen kam es zum Super-GAU – VAR-Teil 1: In der 78. Minute schenkte uns Alvarez per Freistoß den entscheidenden Gegentreffer zum 0:1 ein. Leider meinte das Männlein mit dem Fähnlein an der Seitenlinie den Ball vollumfänglich hinter der Torlinie gesehen zu haben, obwohl er 10 Meter von der Grundlinie weg stand und somit sein Blickwinkel ziemlich ungünstig war. Der VAR konnte diese Behauptung nicht widerlegen und die Torlinientechnik war der 2. Liga zu teuer, ergo musste man nun in den sauren Apfel beißen. Das DFB-Pokalspiel am 09.08.2020 gegen Borussia Mönchengladbach endete 0:1. Punkt.

Am 3. Spieltag durften alle SVS-Anhänger den ersten Sieg der Saison bejubeln. Es war ein später Erfolg über den 1. FC Nürnberg. Wichtig wäre zu erwähnen wie der Sieg zustande kam. Die Schwarz-Weißen zeigten ein „Torpedo-Comeback“ das sich gewaschen hatte: Nach einem klasse Powerplay und einer 2-Tore-Führung den Ausgleich gefressen, um in der 89. Minute doch noch einmal durch Türpitz mit dem 3:2-Siegtreffer zurückzuschlagen. Es sollte einer seiner wenigen Lichtblicke der Saison bleiben.

Genial, wie WIR! über die ganzen 95 Minuten konzentriert und engagiert die Heidenheimer am 4. Spieltag im Griff hatten und dort einen hochverdienten 2:0-Sieg feierten. Der 2. Sieg in Folge auf der Ostalb! Ich glaub`, ich fall` in den Brunnen…dies bedeutete 6 „abgeknöpfelte“ Punkte innerhalb von 4 Monaten, nachdem wir dort zuvor 9 Mal hintereinander ohne Sieg zurück in die Kurpfalz geschickt wurden. Man merkte unserem Team das Selbstvertrauen an und spürte, wie früh es bereits sein Potenzial auf den Platz brachte. Allerdings ohne Gislasons Unterstützung, der eine Seuchensaison erwischen sollte.

Auch am 5. Spieltag gaben unsere Jungs gegen 98 100% - 3. Sieg in Folge! @HSVGary visionierte schon: „Wäre natürlich sensationell, wenn wir am letzten Spieltag in Hamburg zusammen den Aufstieg feiern.“ Türlich, türlich! Es war ein verdienter Sieg über die Darmstädter, auch wenn das Ergebnis denkbar knapp war (1:0). Für den Treffer des Tages sorgte Erik Zenga, der sich am 11. Spieltag im Spiel gegen den SV Wehen leider einen Kreuzbandriss zuziehen sollte, um am letzten Spieltag noch einmal mitzuwirken. Mit einem bärenstarken Kapitän Diekmeier preschte der SV auf Platz 3 der Tabelle vor. Unser aller Wohlfühlsender „Sky“ titelte zu Recht: "SVS - Sowas Von Stark!" Unser bester Spieler im Dress des SVS, Philipp Förster spielte jedoch etwas gehemmter als sonst und das hatte auch einen Grund: Trotz seiner Vertragsverlängerung am 24. Juli war es sein letztes Spiel im schwarz-weißen Dress. 40 Tage nach seiner Vertragsunterzeichnung feierte er... nein, nicht Ostern. Er feierte seinen neuen Vertrag beim VfB Stuttgart und der SVS erfreute sich über 3 Millionen Euro Ablöse, die er bei diesem Deal einsackte ("Pecunia non olet" - "Geld stinkt nicht"). Wie ist der Verkauf zu bewerten? Wirtschaftlich Top - Sportlich Flopp!

6. Spieltag gegen den KSC - Spieltag 1 nach Förster. Neben unserem Ex-Trainer Alois Schwartz, den wir beim Rückspiel nicht mehr auf der KSC-Bank sehen sollten, trafen wir wieder auf alte SVS-Weggefährten wie z.B. Manuel Stiefler. Dieser versetzte mit einer taktischen Raffinesse bei seinem 1:0-Siegtreffer dem SVS den Todesstoß. Was war passiert? Während des Spiels knallte er mit Gislason in einem Zweikampf zusammen, beide mussten behandelt werden. Er kam als Erster nach der Behandlung wieder zurück auf das Feld, um mit dem KSC in Überzahl in Form eines Glücksfickertores den Ball über die Torlinie zu stolpern. Bestes clever ever! Da nutzte am Ende auch nicht die Erkenntnis, dass wir den KSC über lange Strecken dominierten und uns vielversprechende Chancen herausspielten. Die zahlreich mitgefahrenen SVS-Fans sahen quasi einen typischen Alois-Schwartz-Sieg.

Beim 1:1 am 7. Spieltag gegen den VfL Bochum sollten wir lernen was noch sexyer als #sexyrurik sein konnte: Die 6. Ausgabe des Ligazwergs (Sechs sells). Dort wurde u.a. festgehalten: „Förster weg – Baum noch da“, samt BI "Pro Waldschutz". TM-User @Zwuckel analysierte die Partie schonungslos: „Das war Fußball der übleren Sorte. Weniger als Magerkost. Keine Spannung in den Körpern, kein Mut, keine Entschlossenheit, keine Gier, kein Siegeswille. Bis auf die letzten 6 Minuten. Der Ausgleichstreffer hat dann ungeahnte Kräfte freigesetzt. Ein glücklicher Punkt am Ende.“

Eine Romanze fand in Hamburg-St. Pauli am 8. Spieltag ihr abruptes Ende: "Wer sich die Liebe einer Frau erhalten will, sollte ihr gelegentlich etwas anderes schenken als sein uneingeschränktes Vertrauen." Pauli hatte das immer noch nicht verstanden und so musste Sandy dem Pauli (mal wieder) die 3 Punkte (0:2) überlassen, um anschließend bedröppelt nach Hause zu fahren wie ein begossener Pudel. Zum Liebesspiel: Viele Fehlpässe, viele Fehlentscheidungen, die z.T. einige vielversprechende Angriffe versiegen ließen. Keine Höhepunkte! Das einzig Positive: Fraisl in der „Elf des Spieltages“ – aber nur bei den Fans, nicht beim „kicker“!

Es war die entscheidende Frage, die @buli-fan92 am 9. Spieltag stellte: "Wie benotet man einen Torhüter, der das ganze Spiel fast nix zu tun bekommt?" Fraisl bekam die "kicker"-Note 2,5. Im St. Pauli-Spiel, wo er noch eine Parade nach der anderen zeigte, erhielt er vom „kicker“ die Note 3. Ah ja, alles klar! Wir waren zwar besser auf Dauer als die Auer, doch sie waren etwas schlauer und zielten genauer. Aua! Keine Haue für Aue, nur 2:2 am Ende. Sehenswert das zwischenzeitliche 2:1, welches unser "Kopfballungeheuer" Kevin Behrens beisteuerte. 6 seiner 12 Tore erzielte er in dieser Saison mit dem Kopf (darunter 4 Elfer).

Am 10. Spieltag ging`s zum SSV Jahn Regensburg, wo für uns i.d.R. wenig zu holen war. Warum sollte sich daran etwas ändern? Es kam zum Wiedersehen mit den Ex-SVS-Spielern Gimber, Derstroff, Lais und Knipping. Bei dieser Mission bekam man den Eindruck, unsere Spieler hatten die Sandhäuser Kerwe nicht so richtig verkraftet. Mit einem 0:1-Grusel-Kick und einer unterirdischen Leistung in Halbzeit 1 gab man verdient die Punkte her, gemäß dem Vorsatz: "Sport ist Mord, nur Sprit hält fit."

Apropos Grusel-Kick: Am 11. Spieltag hieß es "Happy Hallowe(h)en". Tatsächlich gab es für die Zuschauer an diesem ungemütlichen Montagabend (7 Grad) nur Saures. User @Zwuckel: „Dieses Spiel wird in die Fußball-Annalen der hochgelobten 2. Bundesliga eingehen als mieseste Begegnung, die jemals in dieser Klasse stattgefunden hat. Keine Worte können wiedergeben, was für ein gruseliges Ballgeschiebe die Zuschauer ertragen mussten.“ Als bester Mann der Veranstaltung "SVS-SVWW" wurde Wolfgang "Wolle" Hell auserkoren.

12. Spieltag bei Hannover 96: 7:0 für uns – aber nur was die Eckballstatistik betrifft! Leider führten diese und auch einige Freistöße aus vielversprechenden Positionen nicht zu Toren. Stattdessen VAR-Teil 2: Beim Torschuss von Behrens sah der Schiri eine Abseitsstellung von Gislason, der dem Hannoveraner Torwart die Sicht verdeckte. Gemäß den TV-Bildern war dem jedoch nicht so. Doch anscheinend überprüfte man im Kölner Keller noch die Situation davor, als Türpitz außen angespielt wurde. Er soll vor seiner Flanke im Abseits gestanden sein, worüber es aber keine TV-Bilder hierzu zu sehen gab. Der VAR bewertete das Türpitz-Abseits, während der Schiri auf dem Feld das Gislason-Abseits bewertete. Die Schiris waren sich jedenfalls einig: Es war Abseits. Kurios! Das Spiel endete 1:1. Slomka musste danach seinen Hut bei H96 nehmen und unser Ex-Trainer Kenan Kocak bekam die Möglichkeit unter Herrn Kind zu arbeiten. Hört, hört!

Am 13. Spieltag wurde die SpVgg Greuther Fürth am Hardtwald in die Franken verwiesen. Von Anfang an hatte ich bei diesem Spiel vom Feeling her ein gutes Gefühl, geradezu gänsehautreibend…und ich sollte Recht behalten. Erst erzielte Behrens #behrenstark nach einer Blitz-Ecke von Paqarada unter Mithilfe des Ballungen Robin Schork das zwischenzeitliche 2:1. Doch das war noch nicht alles, in der 93. Minute folgte "das Ding": Aziz Bouhaddouz ließ nach einem schnellen Konter über Paurevic und Engels mit dem 3:2-Last-Second-Winner-Goal das Stadion beben! Endlich - nach 7 Spielen ohne Sieg der nächste Dreier! Endlich - nach 9 Spielen hintereinander ohne Sieg wieder die Männer vom Ronhof bezwungen! Unsere Last Action Heroes!

Am 14. Spieltag hieß es Uwe vs. Uwe:
Uwe Neuhaus vs. Uwe Koschinat. Es endete in einem hochverdienten 1:1-Remis. Richtig starker Auftritt unserer Mannschaft, auch wenn die letzten 15 Minuten in einer regen Abwehrschlacht endeten. Trotz zweier Nackenschläge (vergebener Elfer von Behrens/Aussetzer von Zhirov) hielten unsere Jungs immer dagegen und stellten den diesjährigen Bundesligaaufsteiger vor enorme Probleme. SVS - der Problemverursacher!

Am 15. Spieltag folgte im Hardtwaldstadion nicht das Derby gegen die Weiß-Roten mit dem Brustring. Man nannte es stattdessen das BW-Duell gegen den VfB Stuttgart. Ohne magisches Dreieck, aber mit einem
Doppelpack von Bouhaddouz! Hierzu User @Isaac_Boakye: „Ein ausgezeichnetes Spiel von uns! Vorne effizient und hinten quasi nichts zugelassen. Wo die großen Chancen des VfB waren, die der Kommentator stets protegiert hat, frage ich mich immer noch. 2 gute Schüsse, 2 klasse Paraden und 3 Abseitstore, wobei ohne VAR 2 Tore ebenfalls nicht gegeben worden wären, weil der Linienrichter beim ersten und dritten Tor ohnehin die Fahne hob.“ VAR-Teil 3: Mario Gomez stellte nach dem Spiel die Frage, „ob es sinnvoll ist in diesem Stadion die Technik anzuwenden...“ Wie bitte? Man möge ihm den Fauxpas verzeihen, denn einen "irregulären Hattrick" aufs Parkett zu bringen ist ziemlich einzigartig. Verständlich, dass „Super Mario“ nach der Niederlage ziemlich angefressen war ("Das System wie es ist, ist einfach scheiße"). Ich würde ihm raten sich nicht so sehr darüber aufzuregen, denn es isch doch bloaß Fuaßball. Während sich Tim Walter bei der PK wieder von seiner „besten“ Seite zeigte, lieferte SVS-Fan Jörg das beste Interview der Saison ab, gespickt mit viel Wissenswertes über Sandhausen.

Wie dynamisch würde der SVS wohl am 16. Spieltag in Dresden auftreten? Es gab auf beiden Seiten viele Abpraller und Fehlpässe – Rumpelfußball eben, nichts für Feinschmecker. Unüblicherweise wurde noch VOR der Partie der Dynamo-Trainer entlassen: Christian Fiel. Fiel deshalb unser frühes Gegentor fiel zu einfach? Insgesamt waren wir zwar das bessere Team, aber es fielte die letzte Konsequenz. Die Bemühungen spiegelten sich auch im Resultat wider: 1:1 hieß es am Ende. Gewürgt, nicht geschüttelt! Positiv zu bewerten, bzw. zu lesen war der Eröffnungspost unseres Gastschreibers @Still (Junge, komm` bald wieder!).

Am 17. Spieltag stand endlich das Wiedersehen mit unseren Hamburger Freunden Rib, Nuggets und Big Mäc an…pardon, kleiner Scherz am Rande. Die zahlreichen Gästefans des HSV empfingen wir mit einer abendlichen Neckar-Fahrt. Wie es sich für Freunde gehört wurden auch die Punkte gerecht geteilt (1:1). Die Hanseaten hatten zwar mehr vom Spiel und Fraisl musste wieder mit 2, 3 tollen Paraden glänzen. Doch auf der anderen Seite bekamen wir, trotz der Überlegenheit des HSV, kurz vor Schluss selbst noch zwei gute Möglichkeiten am Ende das Spiel für uns zu entscheiden. Leider konnten Bouhaddouz und Biada die exzellenten Chancen nicht nutzen. Last-Minute-Tore gegen den HSV sollten im Laufe der Saison anderen Gegnern überlassen bleiben. Jedenfalls war allen SVS-Fans an diesem Tag christallklar, sie würden ihrem Team eine reife Mannschaftsleistung attestieren. Die Jungs warfen bei der Abwehrschlacht alles rein was ging, immer war ein Mannschaftskamerad da, der bei den energischen Angriffen der Hamburger aushalf.

Willst Du viel, spiel mit Kiel! Doch die letzte Partie des Kalenderjahres 2019 (18. Spieltag) gegen die "Störche" ließ uns nicht mehr viel übrig. Sie endete - wie das Hinspiel - in einem Unentschieden (2:2). Holstein war dabei so nett mit einem guten Aufbauspiel Besar Halimi zu seinem ersten Treffer im SVS-Trikot zu verhelfen. Es kam zum Schlagabtausch. Beide Teams hatten genug Chancen, um die Partie für sich zu entscheiden, doch die Barmherzigkeit übermannte sie. Der vorweihnachtliche Kommentar zum Spiel des Users @Don_Jorge: „Hätte, wäre, wenn...leider ist es uns nicht gelungen den Nikolaussack zuzumachen. Fällt das 3:1, dann ist der berühmte Weihnachtskäse gegessen. Andererseits, bekommen wir das 0:2, dann ist der Christkindlzug auch abgefahren. In Halbzeit 1 kamen wir mit den Nordlichtern (Stern von Bethlehem?) so gar nicht klar, diese Kombination aus 4er/5er-Kette war mehr als eklig. Koschi. Weihnachtsgutsel. Klingeling.“ Noch vor der Winterpause erhielt unser emsig arbeitender Trainer Uwe Koschinat ein besonderes Weihnachtsgeschenk: Knieschoner für den Wrestling-Fan? Falsch. Vertragsverlängerung beim SVS bis 2022? Rischdisch!

Die Bilanz des SVS im Kalenderjahr 2019: Mit 49 Punkten holte der Dorfverein lediglich 1 Punkt weniger als der Bundesliga-Dino HSV (50 Punkte)! Zum Vergleich: Im Jahr 2018 reichte es bei den Kurpfälzern nur zu mageren 29 Punkten!

19. Spieltag: Das Jahr 2020 begann für uns mit einem Brückentag...und zwar beim VfL in Osnabrück. Lustigerweise sollten die Spieltage 19-22 ergebnistechnisch konträr zu den 4 Spielen der Hinrunde verlaufen. Das bedeutete, wir gingen als Sieger aus dieser Begegnung hervor (1:3). Gegensätzlich arbeitete auch unser Ex-Torhüter Philipp Kühn, der uns einen Bärendienst erwies. In der Schlussphase der ersten Halbzeit verursachte er einen Foulelfmeter und sah dafür die Gelbe Karte. Doch dann folgte VAR-Teil 4: Kühn hielt den schwach geschossenen Strafstoß von Paqarada (dieses Video bitte im Schlafmodus anschauen) und fast alle an der Bremer Brücke jubelten (minus SVS-Fans und Wolfgang Hell). Der Referee jedoch zeigte nach Rücksprache mit seinem Video-Assistenten im Kölner Keller Kühn den "Ampelkarton", weil er sich vor seiner Parade zu früh von der Linie bewegte. Zwar regelkonform, aber inkonsequent! Gegen den eingewechselten Nils Korber behielt Paqarada vom Punkt dieses Mal die Nerven. Behrens machte im zweiten Durchgang den Sieg klar. Klar ist auch: Wer sich zuerst bewegt, verliert!

20. Spieltag: 1. FC Nürnberg - SVS 2:0. Vertragsverlängerungen mit Trainern sind so eine Sache für sich. Manchmal haben sie den Effekt, dass ein Team urplötzlich auf wundersame Weise in einen Negativlauf gerät. Kenan Kocak und diverse andere Trainer können ein Liedchen davon singen. Auch für Uwe Koschinat und sein Team sollte für 7 Spiele in Folge (kein Sieg, 5 Niederlagen) eine längere Punktedurststrecke folgen. Zum Glück blieb der SVS zuvor 9 Spiele in Serie ohne Niederlage. Nürnberg spielte relativ defensiv für ein Heimspiel, das kam uns gar nicht entgegen. Die höhere Klasse an Einzelspielern verhalf dem "Glubb" zu einem ungefährdeten Heimsieg, obwohl wir durch einen vergebenen Elfer von Paqarada durchaus die Möglichkeit hatten die Franken in die Schranken zu weisen.

21. Spieltag SVS - 1. FC Heidenheim: Übel, einfach nur übel (0:1). Von 17 Torschüssen gingen nur 3 auf das Tor des FCH, während die fehlende Sandhäuser Konterabsicherung den Heidenheimern das entscheidende Gegentor und deren nächsten Sieg über uns bescherte. Vielleicht sollten die Jungs in den nächsten Spieltagen vorher optimiertes Zielwasser trinken? Bitte weiterblättern.

Die "Heiner" empfingen am 22. Spieltag die Hardtwälder (1:0). Was gab es Positives zu berichten? Die ersten 15 Minuten hielten wir unser Tor dicht, im Gegensatz zu den Spielen davor. Stattdessen rappelte es erst in der 59. Minute im Karton. Welch ein Fortschritt! Dieses Match hätte eigentlich keinen Sieger verdient gehabt. Beide Mannschaften ideenlos, ohne Geschwindigkeit und Chancen. Die Darmstädter waren einfach das glücklichere Team und murmelten die Pille nur das eine Mal mehr über die Linie. Eine einfache, simple Erklärung. Die Wiedereröffnung unseres Fanshops verlief dagegen flüssiger.

Besser wurde es am 23. Spieltag zu Hause gegen den KSC leider nicht. Mit 0:2 erlitten wir auch im zweiten Spiel der Saison eine Pleite gegen die Badener. Die Kommentare entsprechend: @Isaac_Boakye: "Grausam, schlecht, enttäuschend, indisponiert und unkonzentriert. Sowas habe ich selten gesehen. Man hätte schon ein paar nach 25 Minuten erlösen müssen. Das Spiel kann man abhaken und nur das Beste für die nächsten Spiele hoffen." Er hatte Recht, es war KSC: Kolossal schlecht.

Am 24. Spieltag bekamen die Fußballfans was auf die Augen: 8 Tore beim 4:4 gegen den VfL Bochum. Und was für welche! Selbst ein 3er-Pack von unserem Ex-Stürmer Danny Blum reichte dem Ruhrpott-Verein nicht zum Sieg gegen uns. Ein Doppelpack von Biada und zwei verwandelte Elfer durch Behrens und Türpitz (94. Minute) brachten dem SVS noch einen Punkt ein (Verlauf: 2:0 - 2:2 - 4:2 - 4:4). Als der 4:4-Ausgleich in allerletzter Minute fiel, hörte man es aus Sandhausen in alle Richtungen viermal schallen: "Tor! Tor! Tor! Tor!" Es war ein wichtiger Punkt für die Moral.

Beim 2:2 (25. Spieltag) gegen den FC St. Pauli konnte man mit dem einen Punkt überhaupt nicht zufrieden sein, mit der Leistung des SVS dagegen allemal. @buli-fan92: "Heute gibt es wenig zu meckern - bis auf die Chancenverwertung und Punktausbeute. Ich habe eine Mannschaft gesehen, die mutig und willig gespielt hat. Die unbedingt Tore erzielen wollte. Die Abwehr war wieder deutlich verbessert. Schade, dass wir uns mit zwei langen Bällen haben zwei Tore einschenken lassen, zumal wir ja sehr kopfballstarke Spieler haben. Im Angriff müssen wir uns den Vorwurf gefallen lassen, dass wir viel zu viele Chancen ungenutzt gelassen haben." Deutliche Worte zur Lage des Dorfvereins fand auch Stefan vom Fanclub "Carpe Diem Sandhausen" beim mittlerweile obligatorischen MillernTon-Podcast. Künstlerisch wertvoll kam @Don_Jorge mit Eduard Mörike in seinem Eröffnungspost um die Ecke:
"Der Frühling lässt sein blaues Band, wieder flattern durch die Lüfte.
Süße, wohlbekannte Düfte streifen ahnungsvoll das Land.
Eine Sinnestäuschung war gegeben, Corona war es, das vor der Türe stand."

Ich gebe zu: Der letzte Satz stammt nicht von Mörike. Es sollte vorerst der letzte Spieltag gewesen sein. Am Freitag, den 13.(!) März teilte die DFL nachmittags die Verlegung des 26. Spieltags mit und damit auch die Verlegung des Spiels in Aue. Gerade noch rechtzeitig, der SVS-Tross durfte kurz vor Erreichen des Erzgebirgsstadions die Kehrtwende machen. Der Ligabetrieb wurde nach Zeiten des Hoffens und Bangens 2 Monate später fortgesetzt. Einmalig in der Bundesligahistorie! Einige Gedanken von @hans74 hierzu:
"Durch Bratworscht und Corona fett, komm` ich morgens nimmi aus dem Bett.
Die Epidemie trifft uns Bürger hart, die Bundesliga nun trotzdem am Start.
Das DFL-Konzept ist ausgewogen, Kalou bei Hertha ausgezogen.
Der DFB, mit stolz geschwellter Brust, wirbelt die Ministerpräsidenten durch die Luft.
Mit neuem Mund-Nase-Schutz im SVS-Style, nehm` ich am TV-Event doch gar net teil!
Ohne Fans, die Stimmung machen, gibt es fast nichts mehr zu lachen.
Wohin geht die Bundesliga-Reise? Mir egal, Geisterspiele bleiben…schlecht.
Hoffentlich kommen aus den Spielen alle heile raus, doch abseits gebührt manch anderen mehr als nur Applaus.
Was uns sonst noch zu Tränen rührt? Herrlich, wie eine Hautcreme zur Missachtung der Quarantäne-Regeln führt."
Die Geisterspiele starteten am 16.05.2020 unter dem aufwändigen Hygienekonzept der DFL und ohne Zuschauer. Die SVS-Anhänger durften ab sofort durch unseren "Hardtwald-Hörfunk" emotionale Liveberichterstattungen erleben!

In Aue spurtete der SVS ein Weilchen, bekam verblüfft verpasst drei blaue Veilchen. (FCE Aue - SVS 3:1). Schonungsloser Kommentar von @Hardtwaldbauer: "Dumm gelaufen - Elfer vertretbar, die Rote Karte hingegen keinesfalls! Warum Köln den Schiri in der Szene noch nicht einmal an den Monitor schickt?! Die waren vermutlich grad pinkeln. Oder haben ihren Rausch ausgeschlafen. Oder haben grad den Pizzaboten bezahlt. Anders kaum erklärbar." Danach der SVS mindestens gleichwertig, insgesamt eine unglückliche Niederlage mit einer sehr unglücklichen Rolle des Schiri-Teams."
VAR-Teil 5: Es lief die 4. Spielminute als Diekmeier den Auer Krüger im 16er foulte. Aleksandr Zhirov hätte in dieser Situation durchaus noch eingreifen können. Doch das Schiri-Gespann hielt ihn für "den Unsichtbaren" und sie durchschauten ihn. Somit lag der SVS nach dem verwandelten Elfer durch Nazarov 0:1 hinten und musste 86 Minuten in Unterzahl spielen. Außerdem wurde der SVS-Kapitän für das nächste Spiel gegen Jahn Regensburg gesperrt. Insgesamt gesehen war die Bestrafung für dieses Vergehen viel zu hart!

Am 27. Spieltag konnten weder beim SVS noch beim SSV Jahn Regensburg Verstöße gegen die Hygiene-Regeln beim Torjubel festgestellt werden. Der Grund: Die Partie endete 0:0. Wiederum ein Kommentar von @Hardtwaldbauer: "Der Abwehrriegel hat gehalten, vorne wollte keiner rein. Der eine Punkt ist verdient, aber angesichts unseres brutalen Restprogramms eher mickrig. Einer meiner Lichtblicke heute: Philipp Klingmann! Nach vorne mit einigen guten Aktionen und hinten stabiler als Diekmeier (derzeit). Es ist wirklich eine Überlegung wert, im nächsten Spiel Klingmann statt Dieki den Vorzug zu geben!" Doch das nächste Spiel sollte zeigen, wie schnell man vom "Depp" zum "Helden" der 2. Bundesliga werden kann! Das Umstellen auf eine Fünfer-/Dreierkette mit Tim "Daily Kiste" Kister, der in dieser Saison bereits als Physiotherapeut und Check-In Agent für den Verein fungierte, sollte einer der Schlüsselpunkte unserer Erfolgsserie werden.

Eine Sensation am 28. Spieltag SV Wehen-Wiesbaden - SVS (0:1)! Unser Kapitän Dennis Diekmeier erzielte in seinem 294. Spiel (oder nach 26.415 Einsatzminuten) als Fußball-Profi um 19:16 Uhr sein erstes Profitor, das uns auch noch 3 Punkte bescheren sollte. Genial!! Dieki bemotzte seine (Ex-)Trainer: "Endlich hat ein Trainer gemerkt, dass ich bei der Ecke nach vorne gehöre." Der HSV kommentierte: "Das hatte sich schon lange abgezeichnet." Entsprechend groß war die Freude auch zu Hause. Ein triftiger Grund diesen Moment zu verewigen! Unser Team war total fokussiert darauf das Spiel als Sieger zu verlassen und endlich stand hinten auch wieder die Null! Es war ein hochverdienter Sieg gegen die Hessen, welcher aufgrund weiterer hochkarätiger Chancen noch höher hätte ausfallen können.

Dieser Erfolg beflügelte unser Team, denn am 29. Spieltag folgte einer der größten Siege des SVS in dieser Saison. Die Schwarz-Weißen schickten Hannover 96 und Ex-SVS-Trainer Kenan Kocak mit 3:1 verdient nach Hause. 5 Tore schenkten wir den "Rothemden" ein, 3 Tore zählten. Dieses Mal erfolgte kein Platzsturm, kein Stadionschild verschwand - so oder so. Die gezeigte Leistung entsprach dem Aufwärtstrend unseres Teams, es wusste mittlerweile um was es ging und ließ es die Gegner speziell in physischer Form mehr und mehr spüren. Nach dem Spiel stellten die beiden Trainer in einem Smalltalk fest: "Im Stadion brüllt nur einer, Uwe und sonst keiner...!"

Unsere Erfolgsserie sollte auch am 30. Spieltag bei der SpVgg Greuther Fürth weiter Bestand haben. In Fürth! Bisher überließen wir im Frankenland den Kleeblättern stets brav die Punkte (0 Siege / 2 Remis / 5 Niederlagen) und jetzt DAS: 2:1-Sieg in Fürth, das war echt der Hammer! Jesper Verlaat feierte seine Saisonpremiere für den Ligazwerg, dabei gab es für den Gegner sicher einiges auf die Ohren. Die Mannschaft spielte effektiv, investierte viel und stand stabil. 10 Punkte und 6:2-Tore aus den letzten 4 Spielen und auf einmal 39 Punkte auf dem Konto - wer hätte das gedacht?

Beim Duell der zwei besten Mannschaften (nach Toren aus Standardsituationen bewertet) ging der SVS am 31. Spieltag gegen den Spitzenreiter DSC Arminia Bielefeld mit einer achtbaren Leistung aus der Partie (0:0). User @buli-fan92 sang ein Loblied auf den SVS: "Abermals muss ich vor der Mannschaft den Hut ziehen. Was mich vor allem beeindruckt hat, war das bedingungslose Pressing bei diesen Temperaturen und dem ballsicheren Gegner. Die Bielefelder hatten ganz selten eine spielerische Lösung und bekamen kaum zweite Bälle. Insgesamt waren wir sehr viel druckvoller als die Gäste und hatten auch mehr und bessere Chancen." Doch in der letzten Minute der Nachspielzeit (94.) folgte VAR-Teil 6: Plötzlich erzielte der eingewechselte Armine Voglsammer wie aus dem Nichts das vermeintliche 0:1. Der Video-Assistent bestätigte jedoch das Zehenspitzenabseits Voglsammers, welches der Linienrichter zuvor erlinste. Es wäre unverdient gewesen ohne einen Punktgewinn aus dieser Partie zu gehen. Warum? Rein statistisch gesehen lag der SVS mit 21:9-Torschüssen und 9:0-Ecken klar vorne. Klar wurde auch mit dem Punktgewinn die magische 40-Punkte-Marke geknackt!

Man sieht sich immer 2 Mal im Leben: Der VfB Stuttgart wird sich sicher an das Hinspiel erinnert haben und legte am 32. Spieltag los wie die Feuerwehr: 4:0 nach 31 Minuten inkl. einem Eigentor durch Kister. Da Sandhausen keine Schweden in seine Reihen hatte, konnte man sich ein 4:4 abschminken. Als Alternative zum Spiel stand den SVS-Fans das Interview im VfB-Blog mit Stefan vom SVS-Fanclub @CDSandhausen zur Verfügung. Er informierte über die Corona-Zeit in Sandhausen. Am Ende gab es mit 1:5 richtig auf die Fresse. Es war die zweithöchste Niederlage des SVS in der 2. Bundesliga. Nur Hertha BSC war in der Saison 2012/13 noch um ein Tor besser. Dennoch erreichte alle Sandhäuser an diesem Abend eine positive Nachricht: Da der KSC sein Spiel bei Jahn Regensburg verlor, war der Klassenerhalt zwei Spieltage vor Schluss zu 100% sicher. Geil Jungs, Glückwunsch zum Klassenerhalt! WIR! gehen in die neu(nt)e Saison!

Dynamo Dresden war vor dem 33. Spieltag beim SVS bereits 5 Punkte vom Relegationsrang entfernt. Zuvor hatten die Elbflorenzer ihr Spiel bei Holstein Kiel 0:2 verloren. Fix und fertig stand danach Chris Löwe vor den Kameras und lieferte das emotionalste Interview der Saison ab. Dabei bekam die DFL ordentlich ihr Fett weg. Dynamo bestritt nach dem Re-Start bereits das 7. Spiel binnen 19 Tagen und das hatten "Leute entschieden, die in ihren 5.000-Euro-teuren Bürostühlen sitzen und über alle Köpfe hinweg entscheiden. Wir sind am Ende die Idioten, die das Ganze ausbaden." Löwe war es auch, der in der 72. Minute früher duschen gehen durfte (Rote Karte wegen einer Tätlichkeit gegen Pena-Zauner). Seine "dumme Aktion" wurde leider noch von Erik Zenga übertroffen, der 17 Minuten später ein gelbwürdiges Foul fabrizierte und anschließend dem Schiri Applaus für seine Leistung spenden wollte (Gelb-Rot). Neben Zhirov, Taffertshofer und Behrens fehlte auch die Einstellung auf dem Platz, denn Dresden übte trotz Unterzahl Druck auf den SVS aus. In der 90. Minute erzielte Hartmann den 1:0-Siegtreffer für Dynamo. Eine bittere, aber verdiente Niederlage. Trainer Koschinat hatte die reduzierte Leistung seiner Jungs jedenfalls "satt". Vor dem Spiel gegen den HSV sollte er die Mannschaft am besten vor die Glotze setzen und Rocky III (Das Auge des Tigers) anschauen lassen. Werden sie am letzten Spieltag beim HSV noch einmal zeigen was in ihnen steckt?

Auf welchem Tabellenrang wird der SVS den 34. Spieltag abschließen? Die Range reicht vom 10. bis 14. Tabellenplatz. Das kann sich in einer Million Euro mehr oder weniger äußern. Äußern tat sich unser Präsident Machmeier hierzu auch im RNZ-Interview. Doch es ist ein Teufelskreis: Ohne gute Platzierung, weniger Fernsehgeld. Weniger Fernsehgeld bedeutet geringere Investitionsmöglichkeiten in bessere Spieler. Ohne bessere Spieler ist keine bessere Platzierung in der 2. Bundesliga zu erwarten. Bei einigen Spielern (Zhirov, Taffertshofer, Behrens) ist der Einsatz in Hamburg aus verletzungsbedingten Gründen nicht sicher. Nauber und Zenga werden definitiv fehlen.

FÜR IMMER. NUR DER HSV - Seine lange Historie
DER HISTORISCHE VERGLEICH - HAMBURGER SV SANDHAUSEN 2 : 1 : 0 (6:2 Tore)

55 Jahre dauerte es, doch dann geschah es: Der Bundesliga-Dino HSV absolvierte erst im Jahre 2018 sein erstes Pflichtspiel in der 2. Fußball-Bundesliga. Dazu schickte die DFL die Norddeutschen ausgerechnet an den Hardtwald nach Sandhausen. Der garantierte erste Kulturschock im Unterhaus! Doch die "Rothosen" ließen sich nicht beeindrucken und gewannen deutlich (Endergebnis 0:3). Auch das Rückspiel am 30.01.2019 ging mit 2:1 an den HSV. In dieser Saison sollte es jedoch soweit sein: Der Ligazwerg ergatterte seinen ersten Punkt gegen die Hanseaten am 15.12.2019 mit einem verdienten 1:1-Remis zu Hause.

DIE SPORTLICHE SITUATION BEIM SVS
FORMKURVE: S-S-U-N-N
12. Tabellenplatz, 40 Punkte, 38:44 Tore

DIE ERGEBNISSE DES SVS AUS DEN LETZTEN 5 PARTIEN:
SVS - Hannover 96 3:1
Greuther Fürth - SVS 1:2
SVS - Arminia Bielefeld 0:0
VfB Stuttgart - SVS 5:1
SVS - Dynamo Dresden 0:1

AUFSTELLUNG
Der SVS könnte wie folgt im 3-4-1-2 spielen:
----------------------Fraisl---------------------
--------Verlaat-----Kister------Hauk--------
-----------------Frey----Linsmayer----------
Diekmeier©------------------------Paqarada
----------------------Biada---------------------
-------------Scheu--------Bouhaddouz------
Trainer: Uwe Koschinat
Nicht dabei: Zenga, Karl, Nauber, Behrens?, Taffertshofer?, Zhriov?

Meine Sonne. Meine Stadt. Mein HSV. Meine Perle. – Hier gehör` ich her! (RAUTE-DICH.DE)
DIE SPORTLICHE SITUATION BEIM HSV
FORMKURVE: S-U-S-U-N
4. Tabellenplatz, 54 Punkte, 61:41 Tore

DIE ERGEBNISSE DES HSV AUS DEN LETZTEN 5 PARTIEN:
HSV - SV Wehen Wiesbaden 3:2
HSV - Holstein Kiel 3:3
Dynamo Dresden - HSV 0:1
HSV- VfL Osnabrück 1:1
1. FC Heidenheim - HSV 2:1

AUFSTELLUNG
Der HSV könnte wie folgt im 4-3-3 spielen:
-------------------Pollersbeck------------------
Vagnoman--Letschert--van Drongelen--Leibold
------Dudziak-------Jung-------Hunt©------------
Harnik------------Pohjanpalo---------------Kittel
Trainer: Dieter Hecking
Nicht dabei: Beyer

Ein Gebet der HSV-Fans: „Lieber Gott, wir hätten gerne 300 Tage im Jahr schönes Wetter in Hamburg!“ Gott: „Unmöglich!“ HSV-Fans: „Gut, dann eine HSV-Saison ohne Drama!“ Gott: „Das schöne Wetter, soll das von Januar bis November oder von Februar bis Dezember sein?“

Eigentlich müsste der Drops in Sachen „Aufstieg“ schon längst gelutscht sein, doch Heckings „Last-Minute-Masochisten" hatten mehr Lust darauf sich willenlos die Gegentore in den Nachspielzeiten reinbollern zu lassen. Das kostete den Klub in 4 Spielen ganze 6 Punkte (und den Aufstieg?). Diese Neigung gipfelte sich im letzten Spieltag beim 1. FC Heidenheim (55 Punkte), der somit lediglich an den Spieltagen 1 und 33 vor dem HSV (54 Punkte) in der Tabelle stand. Da kann man als HSV-Fan wirklich verzweifeln. Um Führungen ins Ziel zu bringen benötigt es Führungsspieler. Schönes Wortspiel, nicht wahr? Die MOPO bezweifelt, dass der HSV diese Eigenschaften in seinen eigenen Reihen vorweisen kann. Und was ist mit Dieter Hecking, ein renommierter Trainer, der die ganze Saison gequält versucht das HSV-Schiff auf Kurs zu halten? Vor dem Heidenheim-Spiel frohlockte er: "Wir werden was zu feiern haben." Ob die HSV-Fans am Ende Platz 4 in Liga 2 feiern möchten? Könnte sein, dass Hecking bald alleine feiert.
Durch das bessere Torverhältnis bleiben dem HSV noch 2 Optionen: Entweder spielt der HSV gegen uns Remis und Heidenheim verliert bei Arminia Bielefeld. Machbar. Oder der HSV gewinnt gegen uns und Heidenheim spielt Unentschieden in Bielefeld. Noch machbarer (bei unserer derzeitigen Form). Aber die Norddeutschen haben es nicht mehr alleine in der Hand. Gewinnt Heidenheim in Bielefeld...tja, dann liebe HSV-Fans, klappt es vielleicht beim nächsten Mal und wir begrüßen Euch erneut gerne wieder hier am Hardtwald!

WIR, DER SVS - WIR, DER LIGAZWERG - WIR, ECHT ANDERS !

Schwarz-Weiße Grüße
Hans74
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#2 RE: 34. Spieltag: Hamburger SV - SV Sandhausen von joma14 22.06.2020 21:56

Danke! Und schön, dass du wieder eine Spieltagseröffung geschrieben hast...und was für eine! Chapeau
Wenn die Mannschaft sich daran orientiert, gewinnen sie beim HSV 0:5 ! Allein, mir fehlt der Glaube

#3 RE: 34. Spieltag: Hamburger SV - SV Sandhausen von 1916 23.06.2020 08:55

Sensationell wenn es um deine Eröffnungen geht spielen wir Champions League...

#4 RE: 34. Spieltag: Hamburger SV - SV Sandhausen von Don Jorge 23.06.2020 16:11

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Bombig. Merci vielmals, Hans! So viel Fußballsachverstand so schön in einen sehr unterhaltsamen Text umgesetzt. Hut ab und danke für die Mühe über die ganze Saison hinweg!!!

#5 RE: 34. Spieltag: Hamburger SV - SV Sandhausen von Polizistenduzer11 23.06.2020 18:40

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Hans for Co-Trainer (bei dem Fachwissen) ! wäre schön, wenn Du auch in der neuen Saison Zeit und Muse für solch tolle Beiträge findest. ich sach mal nach so einer Motivation holen unsere Jungs noch mal das Letzte aus sich heraus und gewinnen mit 2:1 durch Tore von Scheu und Verlaat.

#6 RE: 34. Spieltag: Hamburger SV - SV Sandhausen von joma14 24.06.2020 07:42

Nettes Interview mit DD18 vor dem Spiel beim HSV: https://www.abendblatt.de/podcast/hsv-po...er-Podcast.html

#7 RE: 34. Spieltag: Hamburger SV - SV Sandhausen von Alex 25.06.2020 07:23

Vorbericht https://bwa-sport.de/content/verdirbt-sa...Lw0LF59KvhqBv2A

#8 RE: 34. Spieltag: Hamburger SV - SV Sandhausen von Don Jorge 28.06.2020 08:58

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Finale in Hamburg. Beim HSV geht es um alles - zumal eine Relegation gegen Werder natürlich der Hammer wäre. Bei uns um Rehabilitation vom miesen Auftritt gegen Dresden und um Punkte, die in Fernsehgelder umgemünzt werden können (bei unseren klammen Kassen nicht zu verachten). Wir müssen unbedingt verhindern, so wie gegen den VfB überrannt zu werden. Die Zeit spielt für uns! Je länger wir uns halten, desto mehr steigt die Nervosität des Gegner...und die sind auf der letzen Spielphase ohnehin bekannterweise anfällig.

Womit rechne ich? Keine Ahnung. Traditionell ist man ja schon fast dran gewöhnt, dass wir (ist der Klassenerhalt mal geschafft) die Saison ausdümpeln lassen. Ich hoffe, Koschi hat da mal Tacheles geredet. Außerdem gebietet schon die Fairness, das Spiel nicht abzuschenken - gerade Heidenheim hat das letzte Saison gezeigt, und damit uns den Rücken frei gehalten. So sympathisch mir der HSV mit seinen Fans ist...auf geht's Sandhausen!

Die Fakten in Kürze:
Wer? HSV gegen SVS
Wo? Volksparkstadion Hamburg (schön, dass es seit ein paar Jahren wieder so heißt!)
Anpfiff: 15:30
Aufstellung? Egal.
Ergebnis: Wir gewinnen 2:1

#9 RE: 34. Spieltag: Hamburger SV - SV Sandhausen von Block A 28.06.2020 11:38

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Nicht ganz das Thema Spieltag, aber passend zum letzten Spieltag, was auch Auswirkung für den HSV haben kann, und zum Thema Abschenken.

Lässt man sich 2 Milionen entgehen?

#10 RE: 34. Spieltag: Hamburger SV - SV Sandhausen von Don Jorge 28.06.2020 16:33

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Also, Stand jetzt: Läuft bei uns!
Schlechtester Mann des Spiels bislang: Der Sky-Heini. Was soll das sein? HSV-Fan auf Valium?

#11 RE: 34. Spieltag: Hamburger SV - SV Sandhausen von Alex 28.06.2020 17:28

Wie sollte es anders sein...Diekmeier schießt sie auf Platz 10. Historisch gegen Ha Ha HSV. Und da höre ich ein danke aus Heidenheim...bitte.

#12 RE: 34. Spieltag: Hamburger SV - SV Sandhausen von Don Jorge 28.06.2020 17:31

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Europapokaaaaaaaaaaaal!!! Europapokaaaaaaaaaaaal!!! Europapokaaaaaaaaaaaal!!! Eu-ro-pa-pokaaaaaaaaal!!!

#13 RE: 34. Spieltag: Hamburger SV - SV Sandhausen von Moe13 28.06.2020 17:31

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Zitat von Alex im Beitrag #11
Wie sollte es anders sein...Diekmeier schießt sie auf Platz 10. Historisch gegen Ha Ha HSV. Und da höre ich ein danke aus Heidenheim...bitte.


Das bringt uns nochmal 500 000 Euronen

#14 RE: 34. Spieltag: Hamburger SV - SV Sandhausen von Polizistenduzer11 28.06.2020 17:44

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HSV zu schwach oder wir zu stark?EGAL, Glückwunsch zu Platz 10!Nächste Saison dürfte mal ein einstelliger Platz ein lohnenswertes Ziel sein, dabei mit ner Fahrt nach Bremen...

#15 RE: 34. Spieltag: Hamburger SV - SV Sandhausen von Chesd333ddd 28.06.2020 17:47

Puhhh... Ich kühle mal alles runter........

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