Ich habe heute mitbekommen, dass diese Sitzplatzvergabe wohl nur eine Art Vorschlag ist. Selbstverständlich kann sich jeder im Fanshop die freien Plätze anschauen und sich die aussuchen, die ihm zusagen. Zumindest hat es bei den Leuten, die heute ihre Dauerkarten haben verlängern lassen, problemlos geklappt.
Kay hat mir vorletztes Wochenende unseren Supporters Schal zurückgegeben, da er das Clubhaus ausräumt. Dort wird so schnell wohl nichts mehr stattfinden
Also meiner Erinnerung nach wurde die offizielle Vorstellung der Mannschaft in den letzten Jahren nicht einheitlich durchgeführt. Sie wurde auch nicht immer auf den 1. Trainingstag festgelegt, sondern wurde mal bei einem Testspiel mit Sommerfest, mal beim 1. Training am Wochenende im Stadion (Abgang Alois) und im letzten Jahr anlässlich des Public Viewings zur WM gemacht. Aber immer zu einem Termin, zu dem auch Berufstätige kommen konnten.
Von daher bin ich mir sicher, dass da noch was gescheites kommt.
... ganz wie in den guten alten Zeiten, als wir nach dem Spiel bei Ingrid einkehrten (sofern überhaupt noch Platz war) und bei einem leckeren Schnitzel über das Spiel diskutiert haben.
Bei Bauer fühlt man sich willkommen, was man derzeit von unserem Vereinsheim leider nicht behaupten kann, und das Essen ist lecker. Von daher ist das eine echte Alternative.
Hoffentlich finden mit der Zeit noch mehr SV Fans, die nach dem Spiel nicht sofort nach Hause möchten, den Weg ins Restaurant Bauer.
Seit Gründung des Fanausschusses bin ich schon dabei. Zuerst wurde seitens des Vereins Thomas Machmeier in den Fanausschuss berufen. Irgendwann kam er dann nicht mehr, stattdessen nahm Frank Balles an den Sitzungen teil. Dann kam auch der nicht mehr und Alfred Hack hat ihn ersetzt. Wir haben in diesen Jahren etliche Probleme fast bis zum Erbrechen diskutiert und versucht, Lösungen zu finden, die ALLEN Seiten gerecht werden. Haben wir dann einen Kompromiss gefunden und der wurde an die Vereinsführung weitergeleitet, hieß es meistens: „Können wir nicht“ oder „Wollen wir nicht“ oder „Machen wir nicht“. Eine ganz beliebte Ablehnung wurde auch mit der Aussage begründet: „Das erlaubt die DFL nicht“.
Ich persönlich habe in der ganzen Zeit kaum Bereitschaft oder Interesse seitens der Vereinsführung gespürt, konstruktiv mit dem Fanausschuss zusammenzuarbeiten. Deshalb hatte ich auch die Absicht, meinen Platz zu räumen. Dann gab Stefan sein Amt als Fanbeauftragter auf und Frank wurde eingestellt. Ich wollte nicht den Eindruck erwecken, dass ich gegen Frank arbeite, also habe ich meinen Rücktritt hinausgeschoben. Aber leider hatte Frank keinerlei Kompetenzen und das Ganze lief weiter wie gehabt.
Wieder überlegte ich, meinen Platz zu räumen. Dann kam Dag Heydecker und der Fanausschuss wurde neu strukturiert. Mit Dag im Rücken hatte ich die Hoffnung, dass der Fanausschuss zu dem werden könnte, was er eigentlich sein sollte. Dag hat uns zugehört und ernst genommen. Mit ihm haben wir einige Projekte in Angriff genommen und konnten auch einige kleinere Erfolge verbuchen.
Nur, ruck zuck war Dag, der Einzige, der für uns Fans ein offenes Ohr hatte, wieder weg. Und wer ist jetzt für den Fanausschuss zuständig? Volker Piegsa und Frank Balles Ich kann jetzt schon die gewohnten Absagen hören „Das können wir nicht“ oder „Das erlaubt die DFL nicht“. Wenn ich ehrlich sein soll, dafür sind mir meine Zeit und meine Energie mittlerweile einfach zu schade.
Ich engagiere mich gerne für den Verein und mir war bisher auch nichts zu viel. Aber aufgrund der Erfahrungen, die ich in den letzten Jahren gemacht habe, bin ich der Meinung, dass wir Fans dem Verein völlig egal sind. Den Fanausschuss gibt es nur, weil er von der DFL gefordert wird. Der Verein ist nicht an einer Zusammenarbeit mit uns Fans interessiert. Terminvorschläge werden nicht beantwortet, Entscheidungen, die uns Fans betreffen, werden ohne Absprache mit uns getroffen, Kommunikation von Vereinsführung zu Fanausschuss gibt es nicht. Für mich ist die Arbeit im Fanausschuss reine Zeitverschwendung.
Unter diesen Voraussetzungen sehe ich leider keinerlei Zukunft für den Fanausschuss.
Der Antrag, einen Vertreter der Fans in der Vorstandschaft unterzubringen, wurde im vergangenen Jahr von einem Mitglied der Supporters bei der damaligen Generalversammlung gestellt. Wer dabei war, kann sich sicher noch an die Reaktion von höchster Stelle erinnern. Trotzdem fände ich es nicht schlecht, wenn ein ähnlicher Antrag, diesmal von anderer Stelle, gestellt würde. Wenn wir schon freiwillig kein Gehör finden, sollten wir es uns eben verschaffen.
ENDLICH hatten wir Fans mal einen Ansprechpartner in der Vereinsführung, der sich für uns interessierte, einsetzte und immer ansprechbar war. Und der hat die Erwartungen nicht erfüllt? Ich bin im Moment einfach nur maßlos enttäuscht
Ingrid hat uns vergangene Woche erzählt, dass sie aus gesundheitlichen Gründen (heftige Rheumaschübe) zum 30. Juni 2018 ihren Vertrag gekündigt hat. Der Verein sei auf der Suche nach einem Nachfolger.
Ob Juan tatsächlich abgewunken hat entzieht sich allerdings meiner Kenntnis.
Das ist einfach nur ein kleiner Tippfehler Soll natürlich 09.04. heißen. Ich habe schon darum gebeten, den Fehler zu verbessern. Ihr könnt gerne an der Abstimmung teilnehmen
Wir waren dort. Da es keine Trennung der Fans gab, kann ich dir keine genaue Zahl sagen, nach dem was ich gesehen habe, dürften es zwischen 15 und 20 Sandhäuser gewesen sein. Wobei Applaus bei guten Szenen von überall her kam. Laut Stadionsprecher waren es insgesamt 300 Zuschauer.
Kiel. Passend vor dem Spiel des SV Sandhausen bei den Kieler Störchen gab es Nachwuchs. Nicole Kulovits, die Gattin des Kapitäns, gebar am Donnerstag eine gesunde Tochter, die auf den Namen Hanna hören soll. Nicht ganz so brav war der Storch am gestrigen Sonntagnachmittag. Der SV Sandhausen musste sich bei Holstein Kiel nach einer 2:0-Führung mit einem 2:2-Unentschieden begnügen. Ein Punkt ist zwar besser als keiner. Dennoch schlichen die Sandhäuser wie geprügelte Hunde aus dem Holstein-Stadion. Die Gastgeber feierten derweil ihren ersten Teilerfolg nach genau 36 Jahren und 60 Tagen Abwesenheit vom Profifußball wie einen Sieg. Bitter für Sandhausen: Der Ausgleich fiel in der vierten Minute der Nachspielzeit. Mit der allerletzten Aktion des Spiels. Marvin Ducksch versenkte einen Freistoß aus 18 Metern im Tor des SV Sandhausen.
Dort stand Marcel Schuhen und nicht der in den letzten beiden Jahren unumstrittene Marco Knaller. Nuancen, sagte Trainer Kenan Kocak, hätten den Ausschlag gegeben für die Entscheidung, die der Trainer erst wenige Stunden vor dem Spiel verkündete. "Für mich war das keine Überraschung", stellte Schuhen hinterher selbstbewusst fest, "ich habe während der Vorbereitung alles getan, um die neue Nummer eins zu werden."
Das Debüt des ehemaligen Rostockers war okay, sieht man mal von einer klitzekleinen Unsicherheit ab. In der ersten Halbzeit konnte der 24-jährige Schlussmann noch nicht mal zeigen, dass die Trainer Recht haben mit ihrer Einschätzung, der Neue könne besser Fußball spielen als sein Vorgänger.
Sandhausen hatte alles im Griff. Knüpfte an die starken Leistungen in der Testphase an, in der alle sieben Spiele gewonnen wurden. Die 2:0-Pausenführung war verdient, ein Traumstart mit einem Auswärtssieg greifbar nahe. Richard Sukuta-Pasu verwandelte einen an Lucas Höler verursachten Foulelfmeter zur früheren Führung (14.). Philipp Klingmann erhöhte mit einem Volleyschuss aus knapp 25 Metern auf 2:0 (35.). Es war das dritte Zweitliga-Tor des Verteidigers und mit Sicherheit sein schönstes. So was lernt man nur in Mönchzell.
Es war ein Weckruf für die Hausherren. Für Sandhausen ging es von da an bergab, Während die Profis aus Baden den Eindruck vermittelten ihr Tagewerk schon verrichtet zu haben, kam der Aufsteiger ins Rollen. Zwar dauerte es bis eine Viertelstunde vor Schluss, ehe Steven Lewerenz der Anschlusstreffer gelang, doch er hatte sich sich lange zuvor angedeutet. Ducksch hatte noch drei Chancen, zweimal trafen die Kieler Aluminium. Das 2:2 fiel spät, aber es entsprach dem Spielverlauf.
"Wir haben nach der Pause nur noch das Ergebnis verwaltet", sprach der seit Donnerstag zweifache Vater Kulovits Klartext. "Wir stand zu tief, haben die Kieler zur Offensive eingeladen", schloss sich Klingmann der Selbstkritik an.
"Enttäuscht" war auch der Trainer. "Wir haben 35 Minuten stark gespielt, waren giftig und aggressiv, doch darnach haben wir es versäumt, den Deckel drauf zu machen." Die beste Chance bei den nur noch seltenen Entlastungsangriffen hatte Sukuta-Pasu (67.). Aus fünf Metern frei vor dem Tor verrutschte dem Angreifer die Kugel. Auch Lucas Höler boten sich noch zwei Möglichkeiten. Doch es läuft eben nicht immer so gut, wie vor zwei Jahren, als der Sandhäuser, damals noch im Mainzer Trikot, beim 4:0 in Kiel drei Tore erzielte.
Das Spiel habe gezeigt, sagte Kocak, dass man in der Offensive etwas dünn besetzt sei. "Höler und Sukuta-Pasu waren müde, aber ich hatte kaum noch Möglichkeiten", bedauerte der Trainer. Er plädiert für weitere Neuzugänge. Sahin Aygünes trainiert seit sechs Wochen mit, war in fast allen Testspielen dabei, zu einer Entscheidung könnte man sich noch nicht durchringen.
Das Glück von Marcel Schuhen ist eine Tragödie für Marco Knaller
Von Wolfgang Brück
Sandhausen. Fußball-Profis müssen hart im Nehmen sein. Jedenfalls kommt es bei normalen Arbeitnehmern eher selten vor, dass ihr Stuhl besetzt ist, wenn sie am Morgen den Dienst antreten wollen.
So erging es jetzt Marco Knaller. Zwei Jahre war der Torwart die unumstrittene Nummer eins beim SV Sandhausen. Doch beim Saison-Auftakt in Kiel (2:2) stand Neuzugang Marcel Schuhen im Kasten.
Bis zuletzt hatte sich Trainer Kenan Kocak in der Torwart-Frage nicht in die Karten schauen lassen. Erst am Sonntagmorgen, wenige Stunden vor dem Spiel, verkündete der Trainer seine Entscheidung. Knaller habe "professionell" reagiert, sagte Kocak.
Das wundert nicht. In den vier Jahren am Hardtwald hat sich der Österreicher als liebenswürdiger Mensch und untadeliger Sportsmann hervor getan. Dabei hat der Sohn der alpenländischen Torwart-Legende Wolfgang Knaller während seiner Karriere einige Tiefschläge hinnehmen müssen. Er war länger verletzt, eine Zeit lang beschäftigungslos und saß mehrere Spielzeiten auf der Bank.
Auch als ihn Alois Schwartz 2013 nach Sandhausen holte, war er zwei Runden lang nur Ersatz. Um so schöner war es für den Wiener, als er vor zwei Jahren Stamm-Torwart wurde. Der introvertierte Knaller machte seine Sache gut, vom extrovertierten Manuell Riemann redete bald keiner mehr.
In der vergangenen Runde, als Sandhausen elfmal hintereinander nicht gewann, verhinderte der 30-jährige Torwart Schlimmeres. Zu Recht wurde er vom Fachmagazin kicker als einer der besseren Keeper der 2. Bundesliga gewürdigt.
Selbst die Nationalmannschaft schien für den ehemaligen Junioren-Nationalspieler wieder zum Thema zu werden. Viele verstanden es nicht, dass Austria-Teamchef Marcel Koller bei der Suche nach einem Nachfolger für den früheren Hoffenheimer Ramazan Özcan den Sandhäuser außen vor ließ. Papa Wolfgang Knaller vermutete Machenschaften im Verband.
Wenig überraschte es dagegen, als ein österreichischen Nachrichten-Portal im Juni vom Interesse des Bundesliga-Absteigers FC Ingolstadt am Sandhäuser Goalie berichtete. Auf Anfrage der RNZ antwortete Knaller: "Es gibt, zwei drei Interessenten. Zwar fühle ich mich am Hardtwald sehr wohl, aber wenn ich einen Schritt nach vorne machen kann, muss man reden."
Aus dem Fortschritt wurde ein Rückschritt. Die Frage, ob man wegen der veränderten Situation dem Torwart jetzt die Freigabe erteilen würde, falls er das wünscht, antwortete Kocak mit einem klaren nein. Der 36-jährige Fußballlehrer denkt nicht an Verkäufe sondern an Einkäufe. Den Leistungsabfall in Kiel, als Sandhausen eine 2:0-Führung verspielte, führt Kocak auch auf "mangelnde Alternative" zurück.
Von Knaller erwartet der Trainer, dass er den Kampf annimmt und gut mit dem Rollentausch umgeht. "Ich stelle zwar niemandem einen Freibrief aus, aber erst mal wird Schuhen im Tor stehen", hat Kocak entschieden.
Die neue Nummer eins trat nach dem 2:2 in Kiel betont selbstbewusst auf. Er sei nicht überrascht gewesen, dass er den Vorzug erhalten habe, erklärte der 24-jährige Westerwälder, "das war mein Anspruch, darauf habe ich in der Vorbereitung hingearbeitet."
In zwei Jahren bei Hansa Rostock erwarb sich Schuhen den Ruf als einer der besten Torhüter der Dritten Liga. Fußballerisch sei er "etwas stärker" als der Rivale, bescheinigt der Trainer. Als er in der Jugend des 1.FC Köln war, traf Schuhen mit einem Abschlag direkt ins gegnerische Tor. Die ARD zeichnete den Kunstschuss als "Tor des Monats" aus.
Wenn Wolfgang Knaller, der 26 mal für Österreich im Tor stand und 705 Ligaspiele bestritt, aus Vaterliebe allzu heftig für den Sohn stritt, bremste in Marco. "Papa, lass gut sein. Ich will die Zeit in Sandhausen und in der Zweiten Liga einfach nur genießen." Doch nun ist erst mal Schluss mit Genuss.
Dem können wir uns nur anschließen. War echt ne klasse Aktion. Danke. Mit den Spielern haben wir teilweise recht lustige Unterhaltungen geführt. Die haben sich offensichtlich auch über unseren Besuch gefreut
Zunächst einmal muss ich gestehen, dass ich persönlich mit der Situation während der letzten Minuten und dann nach Abpfiff völlig überfordert war. So etwas habe ich noch nie erlebt. Deshalb möchte ich mich ganz besonders bei unseren Jungs bedanken, die richtig gedankenschnell waren und noch während des Spiels in den Innenraum gegangen sind, um unsere Banner abzuhängen und über den Zaun zu werfen und somit in Sicherheit zu bringen. Nach dem Platzsturm wären wohl sämtliche Banner verloren gewesen. Dafür ein dickes fettes „Dankeschön“ an euch.
Was sich aber die offiziell Vermummten uns gegenüber mal wieder geleistet haben, war unter aller S**. Angeblich will man sich seitens der Polizei ja immer deeskalierend verhalten. Also lässt man dem Mob alles durchgehen. Nur, wie verhält man sich unseren Sandhäuser Fans gegenüber? Richtig, mit Pfefferspray wird nicht gegeizt, je mehr desto besser. Schließlich hat man ja keine Angst vor zwanzig oder dreißig Sandhäusern, die deutschlandweit als extrem friedlich bekannt sind. Und um ganz sicher zu gehen, stellt man sich mit Kamera vor den A4 und filmt alle. Soll es nur keiner wagen, frech hinter dem Zaun vorzugucken. Und keine fünf Meter weg davon wird eine Straftat nach der anderen begangen. Da wird das Tor demoliert, das Tornetz wird zerstückelt und ich frage mich: WOMIT??? Hat da eventuell der Mob Schneidewerkzeug zum Einsatz gebracht, mitten im Stadion, nur wenige Meter von der Polizei entfernt? Und keiner greift ein? Die Werbebande rund um das Stadion wurde zerfetzt. Mit den Fingernägeln oder mit den Zähnen vielleicht? Und immer noch steht die Polizei tatenlos dabei, ihr einziges Interesse gilt unseren Leuten im A4. Erbärmlich sowas.
Und wieder einmal wurde uns von allen Seiten (gegnerischer Verein, Polizei, Sicherheitskräfte, eigene Vereinsführung usw) gezeigt, was wir Fans unserem SV wert sind: nämlich garnichts. WIR hätten gestern in UNSEREM Stadion den Klassenerhalt feiern sollen, aber stattdessen sind wir alle mit einem ganz ganz faden Geschmack im Mund nach Hause gegangen.
Schade Ihr Verantworlichen. Mal wieder eine Gelegenheit verpasst.