Faires Statement, joma14, welches ich respektiere.
Allerdings habe ich die Vereinsführung bzw J. Machmeier nicht lediglich nach Niederlagen kritisiert, sondern die Kritik unabhängig von einzelnen Ergebnissen geäußert, da sie sich auf fundamentale Dinge bezieht, welche beim SVS seit vielen Jahren in die falsche Richtung laufen…
Falls es so sein sollte, habe ich es missverstanden: Eine Ratenzahlung sollte für einen 23 jährigen bei einer solch hohen Summe definitiv möglich sein, zudem kann der Verein natürlich keinen höheren Betrag als die Strafe an sich verlangen.
Dass einzelne Beteiligte, welche eindeutig identifiziert werden konnten, für ihre Aktionen sowie die daraus entstandenen Strafen haftbar gemacht werden, finde ich generell in Ordnung!
Interessantes Statement, nun weiß man also, was die Beweggründe der aktiven Fanszene sind.
Die Vorkommnisse rund um die Mitgliederversammlung in Bezug auf die Vereinssatzung sowie den Aufsichtsrats-Antrag überraschen mich keineswegs, unter Machmeier‘s Regentschaft kann man beim SVS schlicht keine demokratischen Strukturen & Vorgehensweisen erwarten! Der im Statement beschriebene Umgang mit den Vorstandsmitgliedern aus den Reihen der aktiven Fanszene zeigt dies auch sehr deutlich auf!
Nicht ohne Grund ist er der letzte verbliebene & somit einzige starke Mann im Vereinsvorstand, andere einflussreiche Protagonisten, welche den Verein über Jahrzehnte unterstützten und prägten wie bspw. Balles haben sich aufgrund des Machmeier’schen Alleinherrschafts-Anspruches schon vor längerer Zeit zurückgezogen…
Allerdings bin ich mir auch nicht sicher, wie zielführend es wäre, in einem möglichen Aufsichtsrat Fanvertreter sitzen zu haben, bringen sie die nötige Expertise & Erfahrung mit, um hier wirklich sinnvoll Einfluss hinsichtlich der Qualität der Vorstandsarbeit nehmen zu können?
Andererseits findet die Besetzung des Vorstandes offenbar in Form einer Erbmonarchie (Dominik Machmeier) statt, was ich ebenfalls nicht gutheißen kann.
Ich frage mich in Zuge dessen auch, wo nun die Forumsmitglieder sind, welche mir rieten die hier geäußerten Kritikpunkte an der Vereinsführung im Rahmen der Mitgliederversammlung anzusprechen? :-D
Klar haben wir Machmeier viel zu verdanken, dies bestreitet auch keiner, aber insbesondere in Zeiten des sportlichen Niederganges in den letzten Jahren wäre es doch durchaus sinnvoll gewesen, ein mögliches Gegengewicht im Verein zu haben, welches potenziell einige der unzähligen Fehlentscheidungen in der Führung des Vereines verhindert hätte… Hierfür muss man allerdings demokratische Prozesse im Verein bei der Auswahl der Vereinsführung sowie des Aufsichtsrates zulassen!
Das Engagement der aktiven Fanszene wie bspw im Rahmen des SVS-Kerwestandes oder auch in Bezug auf die gemeinnützigen Tätigkeiten sind sehr positiv und sollten auch entsprechend gewürdigt werden!
Die weiteren im Statement angesprochenen Punkte teile ich so ausdrücklich nicht:
Die Personen, welche in Homburg am Platzsturm sowie den dadurch entstandenen Ausschreitungen beteiligt waren, sollen zurecht die Konsequenzen ihres Handelns tragen und die entsprechende Strafe übernehmen! Sonst lernen sie nie aus ihren Fehlern und wir werden immer wieder ähnliche Situationen im Stadion erleben, auf welche die Mehrheit der Fans gerne verzichten kann.
Auch in Bezug auf Pyrotechnik bin ich nicht einer Meinung mit der aktiven Fanszene: meiner Ansicht nach ist es aus gutem Grund verboten und die Fans sollten sich eben auch an dieses Verbot halten. Ich persönlich brauche das überhaupt nicht für ein schönes Stadionerlebnis.
Finde ich schade, Kolbe war letzte Saison trotz schwächerer Rückrunde mit 11 Scorerpunkten in 33 Partien als RV einer der Leistungsträger, welchen es zu ersetzen gilt!
Bin sehr gespannt, was sich noch tut, ein Urteil bzgl der Kaderplanung maße ich mir Stand jetzt noch nicht an. Einige der Neuzugänge hören sich auf dem Papier erstmal gut an, allerdings bin ich hier nach den Erfahrungen der letzten Jahre zum jetzigen Zeitpunkt lieber zurückhaltend…
Leistungsträger wie Testroet und Kolbe müssen ersetzt werden, zudem muss sich wohl erstmal wieder eine Achse & Hierarchie in Kader und Mannschaft herausbilden. Dies sind Prozesse, welche schlicht Zeit benötigen, man kann nur hoffen, dass die Spieler schnell zueinander finden und Kevin Stotz ein glückliches Händchen beweist und die richtigen Entscheidungen trifft.
Das Hauptthema ist und bleibt letztendlich die Kontinuität im Verein, bezogen auf die sportlich Verantwortlichen sowie den Kader! Ohne eine klare strategische Vision & Ausrichtung, welche von allen im Verein langfristig getragen und umgesetzt wird, hat der SVS auch in Zukunft keine Chance, an die erfolgreichen Zeiten endlich wieder anzuknüpfen!
Beispiele hierfür gibt es genügend, der SV Elversberg hat es die letzten Jahre bspw. eindrucksvoll vorgemacht, was man als kleiner Verein erreichen kann, wenn ein Rädchen ins andere greift!
Ich stimme bei der Thematik sowohl tha1983 als auch Don Jorge zu.
Einerseits finde ich es sehr gut, dass es eine aktive Fanszene gibt, welche die Mannschaft daheim sowie auswärts lautstark unterstützt. Dieser Faktor ist für die Spieler auf dem Rasen oftmals sehr viel bedeutender, als man von außen betrachtet annehmen mag.
Es handelt sich bei einem Wettkampf im Leistungssport eben nicht um einen 9-5 Job, welchen man in der Regel lediglich des Geldes wegen ausübt. Die meisten Profi-Fußballer haben doch letztlich ihr Hobby zum Beruf gemacht und bringen eine gewisse Leidenschaft dafür auf, welche durch den Zuspruch von außen nochmal verstärkt wird.
Auch finde ich es gut, dass Missstände im Verein (hiervon gab es in den letzten Jahren leider genügend beim SVS…) von der aktiven Fanszene proaktiv angesprochen und adressiert werden.
Was ich kritisch sehe ist, dass offenbar viele Ultras aus ihrem (freiwilligen) Engagement in Punkto Support eine aus ihrer Sicht berechtigte Einflussnahme im Verein ableiten. Es gibt genügend Beispiele, welche bewiesen haben, dass dies in der Regel nicht gut ausgeht, da Expertise, Erfahrung sowie die nötigen finanziellen Mittel fehlen, dies sinnvoll auf den Weg zu bringen und umzusetzen.
Ebenfalls kritisch sehe ich Pyrotechnik, welche ich als schlicht überflüssig sowie unnötig gefährlich erachte. Auch Gewalt, welche meist von Ultras ausgeht, verurteile ich scharf. Szenen wie in Homburg vergangene Saison, wo ich selber im Stadion zugegen war, braucht kein Mensch!
Fußball ist ein Sport für alle, Familien und Kinder mit eingeschlossen. Deren Wohl im Stadion wird aber durch saudumme Aktionen wie einen Platzsturm sowie die (berechtigte) Reaktion der Polizei darauf massiv gefährdet! Dies ist absolut nicht zu tolerieren und die Verursacher müssen die entsprechenden Konsequenzen dafür tragen, in strafrechtlicher sowie finanzieller Form!
Insgesamt meine ich persönlich beobachtet zu haben, und dies nicht nur beim SVS, sondern über Jahrzehnte auch bei anderen Vereinen aus der Region (KSC, Waldhof, FCK…), dass Ultras den Fußball häufig als Ventil nutzen, um ihren aufgestauten Frust aus anderen Bereichen des Lebens herauszulassen. Für mich persönlich ist es ehrlich gesagt nur schwer nachvollziehbar, dass man einen Großteil seiner Freizeit für den Support eines Fußballvereines aufwendet und sich darüber definiert. Hier wird schätze ich einiges kompensiert, was wie bereits erwähnt in verschiedenen anderen Lebensbereichen fehlt.
Auch geht es vielen Ultras meiner Erfahrung nach im Gegensatz zu den meisten anderen Fans nicht unbedingt um den Sport an sich. Ich kenne Ultras, die vom Sport Fußball an sich keine Ahnung haben… Für sie steht das Gefühl der Zugehörigkeit zu einer Gruppe im Vordergrund und aus diesem Grunde sind sie Teil der aktiven Fanszene und gehen zu den Spielen ins Stadion.
Ich persönlich liebe Fußball und verfolge ihn nun bereits seit >30 Jahren, wobei der SVS mein Heimatverein ist, für welchen ich mich naturgemäß am meisten interessiere. Allerdings ist es für mich letztendlich doch nur ein Teilbereich neben vielen weiteren im Leben, welcher wie ich finde nicht überhöht werden sollte. Genau dies machen nach meinen Beobachtungen allerdings einige Ultras, insbesondere in sozial schwächeren Regionen sowie Milieus, was oftmals zu problematischen Gemengelagen führt…
Für mich gibt es neben dem Fußball Gottseidank viele weitere Hobbies/Tätigkeiten/Umfelder, welche mir Freude bereiten und für welche ich Zeit aufwende, wodurch der Fusball für mich bei aller Leidenschaft am Ende des Tages dann eben doch nur ein Spiel bleibt und ich aus meiner freiwilligen Unterstützung des Vereines keine vermeintlich berechtigte Einflussnahme ableite, zudem würden meine Emotionen für den Verein niemals zu Gewalt führen…
Bei der Eintracht muss ich immer an unser verrücktes DFB Pokal Achtelfinalspiel im Dezember 2013 denken.
Fuhr damals im Fanbus mit, kann mich erinnern, dass einige hundert dabei waren. Der Spielverlauf mit dem 2:2 nach 0:2 Rückstand war ebenfalls sehr ereignisreich, auch wenn es am Ende leider nicht ganz reichen sollte…
Bzgl Zander gebe ich dir recht, bei ihm lief es tatsächlich nicht so toll in dieser Saison wie es auf den ersten Blick schien…
Stolze hat immerhin 27 von 38 möglichen Spielen gemacht für Regensburg, ansonsten hat er verletzt gefehlt. Butler hat 29 Partien für Cottbus absolviert bei 6 Scorerpunkten und ist am Saisonende direkt in die 2. Bundesliga aufgestiegen.. Das kann man denke ich durchaus als erfolgreich bezeichnen. Fehler hat, wenn auch in der Regionalliga, 15 Scorerpunkte in 31 Spielen gesammelt. Simnica hat mit 22 Jahren trotz des Abstieges der Auer 28 Saisonspiele absolviert.
Die von mir in meinem vorherigen Beitrag genannten Akteure waren nur beispielhaft ein paar Spieler aus unserem Drittligakader, wenn man sich die Karriereverläufe unserer Ehemaligen über mehrere Jahre/Saisons betrachtet, stellt man ähnliche Entwicklungen fest. Spieler, welche bei uns schwach spielten, brachten in anderen Vereinen plötzlich wieder Leistung.
Wirklich toll, was Elversberg da geschaffen hat mit dem Bundesligaaufstieg, insbesondere angesichts all der Abgänge (Trainer & Spieler) vor der Saison!
Da sieht man mal wieder, was man mit einem klaren, langfristig angelegten Konzept, Kontinuität, Geduld und Vertrauen selbst als kleiner Verein erreichen kann!
Andererseits war es in der Vergangenheit bereits des Öfteren zu bewundern, dass Spieler, welche beim SVS eher schlecht performt haben, bei ihrem neuen Verein wieder aufblühten.
Selbst von den SVS Spielern aus der letzten Saison, welche nach einem beispiellosen Absturz mit dem Abstieg in den Amateurfusball endete, haben einige bei ihren neuen Vereinen wieder zu alter Leistungsstärke zurückgefunden:
- Patrick Greil (Altach) - David Otto (Viktoria Köln) - Lucas Wolf (Viktoria Köln) - Marco Schikora (Vitesse Arnheim) - Luca Zander (Lohne) - Sebastian Stolze (Regensburg) - Justin Butler (Cottbus) - Stanislav Fehler (Erfurt) - Luan Simnica (Aue) - Richard Meier (Unterhaching)
sind hier unter anderem zu nennen. Dies spricht für mich auch dafür, dass die sportliche Misere eben nicht an den Spielern lag bzw liegt, sondern die Probleme tiefergreifender in und um den Verein zu suchen sind… Unser Umfeld war in den letzten Jahren schlicht und einfach nicht leistungsfördernd, sondern für einige offenbar eher hemmend… Ich hoffe, dass sich dies in Zukunft endlich wieder ändert!
Ein bescheidenes Ende einer letztendlich sehr durchwachsenen Saison. Platz 8 bei 14 Punkten Rückstand auf Großaspach ist angesichts des Kaders und unserer Möglichkeiten im Vergleich zur Konkurrenz unbefriedigend.
Aber es war ohnehin seit vielen Wochen bereits klar, dass es in dieser Saison nur noch um die goldene Ananas geht… Es gilt nun den Blick nach vorne zu richten und in der neuen Saison wieder neu anzugreifen!
Ich hoffe, dass Kevin Stotz einen schlagfertigen, ausgewogenen Kader zur Verfügung haben wird und es schafft, diesen zu einer Einheit zu formen, welche sich durch Einsatz und Identifikation auszeichnet.
Ich persönlich finde die Regionalliga Südwest unattraktiv und wünsche mir eine zeitnahe Rückkehr in die dritte Liga. Es ist klar, dass dies alles andere als einfach wird, aber hoffentlich dauert es keine 11 Jahre wie bei Aachen oder anderen Beispielen zuvor…
Sehe ich genauso, allerdings mit dem Vorbehalt, dass dies nicht der einzige ausschlaggebende Faktor sein sollte, warum die Spieler zum SVS wechseln.
Wenn es tatsächlich nur und ausschließlich wegen der Kohle ist, besteht die Gefahr, dass Leistungsbereitschaft und Identifikation auf der Strecke bleiben…
Diese Faktoren sind neben dem Gehalt für gute Leistungen allerdings entscheidend!
Ich glaube ehrlich gesagt, dass es vorwiegend um einen einzigen Faktor geht: das liebe Geld. Ich schätze, dass wir Spieler noch immer besser bezahlen können als Großaspach, auch der Waldhof ist finanziell nicht auf Rosen gebettet, wie man weiß.
Die Frage ist nur, wie lange wir in der Lage sind, Spieler à la Tasdelen zu verpflichten und zu bezahlen, ewig wird das nicht möglich sein in der Regionalliga…
Zitat von nai_günder_svs im Beitrag #118Auch wenn das sicher alles gute Spieler für die 4. Liga sind, wird mir das alles bisschen zu viel Waldhof Mannheim. Lohkemper, Yigit und Hoffmann wurden alle von Loviso 2024 nach Mannheim geholt. Man kann argumentieren, dass Loviso die Spieler dadurch gut kennt und damals schon gescoutet hat, aber irgendwie ist mir das auch bisschen zu einfach. Was macht denn dann eigentlich unser Chefscout und Kaderplaner? Den Einfluss von Kleppo in unserem Scoutingteam würde mich auch mal interessieren. Von dem hört und sieht man gar nichts mehr. Unser Co-Trainer und Cheftrainer sind ja auch ehemalige Waldhöfer - wie Loviso. Lovisos erste Amtshandlung im Dezember 2025 nach der Beförderung zum Sportdirektor war übrigens die Ernennung von Stotz zum Leiter des NLZ. Dann hat er ihn 3 Monate später zum Interimstrainer gemacht, jetzt wird er Cheftrainer. Steile Karriere in 6 Monaten von Stotz, 3 mal befördert durch Loviso.
Sehe es einerseits auch etwas kritisch, vorwiegend Waldhof-Spieler zu verpflichten. Wenn man in die Vergangenheit schaut, waren die Spieler, welche von dort zu uns wechselten (Seegert, Ibrahimaj), nicht unbedingt große Verstärkungen.
Kann mir auch vorstellen, dass sie sich hier am Hardtwald ggf schwer tun, da der Fanzuspruch und die Stimmung bei den Heimspielen beim Waldhof ehrlich gesagt doch einige Level über dem SVS anzusiedeln sind. Zudem würden sie sich um eine Liga verschlechtern, was auf die Motivation & Einsatzbereitschaft Einfluss haben könnte.
Andererseits finde ich es in diesem Falle an sich gut, dass Sportdirektor A. Loviso und Trainer K. Stotz eine gemeinsame Vergangenheit haben, ein positives Verhältnis sowie eine enge Zusammenarbeit zwischen diesen beiden Positionen kann nur von Vorteil sein, an dieser Stelle hat es in der Vergangenheit das eine oder andere Mal glaube ich auch gefehlt beim SVS.
Loviso und Stotz kennen die potenziellen Zugänge vom Waldhof sicherlich gut und können diese, auch was den Charakter anbetrifft, hoffentlich gut einschätzen!
„Scouting“ existiert bei uns schätze ich nur auf dem Papier, ich vermute hierfür haben die wenigsten Regionalligisten wirklich Ressourcen übrig… Es ist letztendlich ein typischer Vorgang, dass bekannte Spieler von vorangegangenen Stationen verpflichtet werden, wie jetzt offenbar auch hier wieder der Fall.
Ich erinnere mich dunkel an bspw Linsmayer und Wooten, welche Alois damals noch aus seiner Zeit als Trainer von Kaiserslautern II kannte und später an den Hardtwald lotste ;-) Wäre uns zu wünschen, dass die potenziellen Neuzugänge vom Waldhof ähnliche Verstärkungen sein werden!
Wirklich tolle Ergebnisse unter Kevin Stotz! Dies zeigt, dass doch durchaus Qualität in der Mannschaft vorhanden ist! Auch unter O. Janßen hatten wir vor der Winterpause mit diesem Kader bereits eine starke Phase.
Ich hoffe sehr, dass der Großteil der vielversprechenden, jungen Spieler im Kader gehalten werden kann und wir nicht wieder von vorne anfangen müssen in Sachen Kaderplanung und Teambuilding.
Dies braucht einfach immer Zeit und Geduld, Eingespieltheit ist im Fußball Gold wert, dies kann man sowohl in der Regionalliga Südwest (Großaspach) wie auch in der Champions League (Paris) beobachten!
Ich hoffe, dass wir den Schwung in die neue Saison mitnehmen und dort an die tollen Ergebnisse und starken Leistungen zuletzt anknüpfen können!
Zitat von tha1983 im Beitrag #2208 Es ist doch schön, dass wir jetzt einen vielversprechenden Trainer aus dem eigenen Stall haben, der das Vertrauen bekommt. Da kann man doch einfach auch mal die Füße still halten und dem ganzen etwas Zeit und vertrauen entgegen bringen... ich finde das, was da seit einem jahr angestoßen wird, verdient etwas Zurückhaltung: wir können am letzten Spieltag noch Dritter werden, das ist unter anbetracht der Umstände ein ordentliches Endergebnis.
Das sehe ich letztendlich genauso und möchte den Blick auch gerne positiv in die Zukunft richten. Ich freue mich, dass Kevin Stotz Cheftrainer bleibt und hoffe darauf, dass die Vereinsführung diesmal tatsächlich mehr Geduld beweist und gemeinsam mit der sportlichen Leitung planvoller vorgeht als in den letzten Jahren.
Bzgl. der vergangenen Jahre kann man durchaus behaupten, dass der SVS ein schlecht geführter Verein war, hierfür muss man doch nur mal die irre Fluktuation in Bezug auf die sportlich Verantwortlichen sowie den Spielerkader betrachten! Dies wird wie von SVS2010 bereits beschrieben auch in meinem Umfeld so gesehen.
Und zu behaupten, es wären ausschließlich die Sportdirektoren und Trainer schuld an der sportlichen Misere der letzten Jahre, ist doch zu kurz gegriffen. Ich meine, wer hat diese denn eingestellt und entlassen?
J. Machmeier ist letztendlich sowohl für die Erfolge (11 Jahre 2.Liga!), aber genauso eben auch für den sportlichen Niedergang des SVS verantwortlich. Etwa 2018/2019 rum gab er die bis dahin sehr erfolgreiche Strategie mit jungen, entwicklungsfähigen Spielern zu arbeiten und diese auf das nächste Level zu bringen (Stichwort Ehemalige: Kübler, Höler, Förster…) auf und wollte den Erfolg durch die Verpflichtung von „fertigen“ Spielern erzwingen.
Dies hat im Profifußball allerdings noch nie funktioniert und letztendlich auch uns das Genick gebrochen…
Aber wie bereits erwähnt, bin ich bereit, dem SVS eine neue Chance zu geben und hoffe, dass die Versprechungen der Vereinsführung, langfristiger planen und handeln zu wollen, nun endlich in die Tat umgesetzt werden!
Ich glaube zudem nicht, dass die Regionalliga für den SVS das höchste der Gefühle sein muss, ich denke die 3. Liga sollte mittelfristig definitiv das Ziel sein!
Im Englischen würde man wohl sagen: We agree to disagree ;-)
Ich schätze, was uns alle eint, ist doch der Wunsch nach etwas mehr Kontinuität, woraus sich wiederum der Erfolg speist!
Bis vor wenigen Jahren wurde doch beim SVS, wie auch von dir beschrieben, ebenfalls sehr erfolgreich gearbeitet und es wurden einige der oben genannten Erfolgsfaktoren umgesetzt! Sonst wären die 11 Jahre Zweitligafußball so auch nicht möglich gewesen.
Die von dir genannten Punkte spielen selbstverständlich eine Rolle und sind auch mir bewusst, aber dennoch hast du mal wieder das Thema verfehlt. Deine Inhalte gehen etwa in die Richtung: „Wenn es regnet, wird es nass“.
Du beschreibst die aktuelle Lage der Dinge, während ich versuchte, auf tiefergreifende, strukturelle wie prinzipielle Unterschiede in der Führung eines Vereines einzugehen.
Zu behaupten, dass es aufgrund des Liga- und Budgetunterschiedes unmöglich sei, jegliche von mir zuvor genannte Erfolgsfaktoren in der Führung eines Vereines umzusetzen, ist doch sinnfrei. Das solltest auch du erkennen.
Klar werden wir nie dahin kommen, wo ein SC Freiburg sich befindet, aber auch die haben mal klein angefangen und sind durch kontinuierlich gute, nachhaltige, geduldige sowie qualitativ hochwertige Arbeit die nächsten Schritte gegangen.
Und dass wir beim SVS sämtliche in meinem vorherigen Beitrag genannte Erfolgsfaktoren, welche die positive Entwicklung des SC Freiburgs aber auch anderer erfolgreicher Vereine begründen, seit Jahren ignorieren, steht glaube ich außer Frage.
Du beschreibst uns hier als Regionalligisten, aber unterschlägst dabei, dass wir bis vor kurzer Zeit ganze 11 Jahre in der 2. Bundesliga spielten und hier jede Saison viele Millionen an Fernsehgeldern kassierten. Selbst in dieser Zeit wurde die Jugendarbeit leider links liegen gelassen und es wurde in der Vereinsführung weder nachhaltig gehandelt noch nachhaltig investiert.
Zurück zum Thema:
Alleine unsere Ehemaligen dienen doch als perfekte Beispiele für die kontinuierlich gute, langfristige Arbeit beim SCF:
Lucas Höler ist seit 2018 im Verein und Lukas Kübler sogar bereits seit 2015! Wir hatten auch mal (erfolgreichere) Zeiten, in welchen Leistungsträger langfristig an den Verein gebunden wurden wie bspw Linsmayer oder Kister.
Zitat von SVSFan2023 im Beitrag #2199Welch ein toller Erfolg für unsere Ehemaligen Kübler & Höler sowie den SC Freiburg als Verein! Dieser Club steht sinnbildlich dafür, was man mit Kontinuität, Vertrauen, langfristiger Planung und Mut erreichen kann!
Ich würde mir wünschen, dass wir uns vom SC Freiburg eine Scheibe abschneiden und uns das Handeln der dort tätigen Verantwortlichen zum Vorbild nehmen!
Was willst du dir genau beim SCF abschauen? Das ist doch grotesk, wir sind ein Regionalligist, die ein etablierter Bundesligist mit einem zig-zig-zig- fach höheren Etat...die haben wahrscheinlich einen eigenen Manager für die Optimierung der Arbeit der zeugwarte. Und ehe du jetzt in Versuchung kommst: nein, die waren uns auch vor 10, 15, 20, 30 Jahren schon meilenweit entrückt. Auch wenn wir immer nach höherem Streben: daß der SVS 10 Jahre 2. Liga spielen konnte, mit den Möglichkeiten, mit der Vereinsgröße, da brauchen wir nirgendwo anders hin schauen, sondern einfach nur darauf, was wir in den jahren 2008-2022 perfekt gemacht haben und was jetzt fehlt. Vielleicht fehlt auch gar nicht so viel: im Endeffekt ist 3. Oder 4. Liga nüchtern betrachtet für einen Verein von der Größe des SVS auch ganz ordentlich...
Ich glaube, du verstehst mal wieder nicht, was gemeint ist. Es geht um die Vorgehensweise der Verantwortlichen beim SC Freiburg und die Prinzipien des Vereines, hier kann man sich unabhängig vom Budget und der Liga doch so einiges abschauen.
Hier sind zu nennen:
- Die Förderung der Jugend und das Vertrauen in die eigene Ausbildung - Die geduldige Kontinuität bezogen auf die sportlich Verantwortlichen aber auch den Spielerkader - Die langfristige, nachhaltige Planung - Die bescheidene Zielsetzung bei fortwährend qualitativ hochwertiger Arbeit - Die daraus resultierende positive sportliche wie strukturelle Entwicklung
Dies sind alles Aspekte, in welchen wir beim SVS extremen Nachholbedarf haben:
- Es herrscht bei uns weder in Punkto sportlich Verantwortlicher noch bezogen auf den Kader Kontinuität - Förderung der eigenen Jugend spielte bei uns bisher so gut wie gar keine Rolle, da man mangels langfristiger Planung mit „fertigen“ Spielern den kurzfristigen Erfolg erzwingen wollte - Der Trainerposten ist bei uns ein absoluter Schleudersitz - Geduld ist für unsere Vereinsführung ein Fremdwort - Zielsetzungen sind bei uns traditionell stets überzogen und setzen Mannschaft wie auch sportlich Verantwortliche unnötig unter Druck
Vor nicht allzu langer Zeit spielten wir mit dem SC Freiburg sogar noch in derselben Liga ;-)
Welch ein toller Erfolg für unsere Ehemaligen Kübler & Höler sowie den SC Freiburg als Verein! Dieser Club steht sinnbildlich dafür, was man mit Kontinuität, Vertrauen, langfristiger Planung und Mut erreichen kann!
Ich würde mir wünschen, dass wir uns vom SC Freiburg eine Scheibe abschneiden und uns das Handeln der dort tätigen Verantwortlichen zum Vorbild nehmen!
Die Weiterverpflichtung von Kevin Stotz als Cheftrainer stimmt mich ebenfalls sehr positiv!
Es scheint zumindest so, als seien die Neuverpflichtungen mit ihm abgesprochen, da er ja die gesamte Zeit über bereits im Verein war. Dies lässt das ganze in einem etwas anderen Licht erscheinen.
Hoffen wir auf einen ausgewogenen, schlagfertigen Kader in der neuen Saison und auf ein glückliches Händchen von Kevin Stotz dabei, die Spieler zu einer Einheit zu formen!